So haben sie gelebt und gearbeitet

So haben sie gelebt und gearbeitet

Museumsfest am Webereimuseum - Aktionen des Trachtenvereins "d´Berglandla"

Bild: Helmut Rührl

Wie in Breitenberg in früherer Zeit gearbeitet und gelebt wurde, das konnten die Gäste beim Museumsfest im Webereimuseum am 4. August 2018 eindrucksvoll nachvollziehen.

Mehrere hundert interessierte Besucher genossen die von Mitgliedern des Trachtenvereins „d’Berglandla Breitenberg“
gezeigten Aktionen im Museumsgelände. Sie erfreuten sich bei Brotzeit, gekühlten Getränken, Blasmusik und Tanzeinlagen an der gelungenen Veranstaltung.

Gezeigt und vorgeführt wurden vor allem alte Handwerkstätigkeiten mit Holz, Flachs und Stroh.
Dazu konnten die Besucher in der Museumsküche Schmalzkrapfen und im Stadel Speck-, Schmalz- und Presssackbrote sowie Erdäpfel- und Topfenkäse verspeisen.

Interessiert verfolgten die Besucher das Bearbeiten des auf dem Museumsgelände angebauten Flachses von der Ernte bis hin zum fertigen Produkt am Webstuhl. Deutlich veranschaulicht wurde die Herstellung von hölzernen Wasserleitungsrohren mit dem sogenannten „Bohrlöffel“. Diese Leitungen, zusammengefügt mit eisernen Verbindungsstücken und unterirdisch verlegt, waren bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts dauerhafte Lösungen, umWasser von der Quelle bis zur Entnahmestelle am Haus zu bringen. Vorgeführt von jungen Zimmermännern wurde bei schweißtreibenden Temperaturen das Anfertigen von vierkantigen Balken mit der „Band- und Broathocka“.
Bestaunt werden konnten auch das Strickdrehen und Rechenmachen nach alter Tradition.
Leider sorgte ein Gewitter mit Starkregen für eine Unterbrechung aller Darbietungen im Freien.

Text: Peter Reischl

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